IKEA

An Möbeln hatte die Wohnung schon fast alles, nur ein Regal hat gefehlt. Was liegt da näher, als kurz zu IKEA fahren und ein Billy zu holen. Leider liegen die Filialen alle an diversen anderen Enden der Stadt, weshalb ich diese Aktion am Samstag auch immer weiter nach hinten schob. Am Abend brach ich schließlich auf. Mit der Metro musste ich zweimal umsteigen und die letzten Kilometer ab der Station Tjoplij Stan dann noch mit der Marschrutka fahren.

Als ich den Laden betrat, hatte ich das Gefühl, ich sei nach Ludwigsburg teleportiert worden. Allein der Kassenbereich sah so gleich aus. Dazu kam der Geruch der Köttbullar. Ich hatte mir fest vorgenommen, außer dem Regal hier nichts zu kaufen, wobei es dann auch blieb.

Da ich mein Regal nicht in der Marschrutka und der Metro transportieren wollte, nahm ich mir ein Taxi zurück. Das geht über die Yandex-App recht einfach und hat auch nicht all zu viel gekostet, obwohl ich über 40 Minuten unterwegs war.

Fancy Haushaltswaren

Am Samstag zog ich los, um die nötigsten Haushaltswaren zu besorgen. Dabei kam ich in fünf verschiedene Einkaufszentren in Ismajlowo, die fast alle noch aus Sowjetzeiten stammten und entsprechendes Flair hatten: Pjerwomajskij, Wektor, Schtscheltschok, Ismajlowskij und Ismajlowskaja Jarmaka. Dazu noch ein kleiner Laden auf der 5. Parkowskaja, aus dem das wunderschöne Messerset stammt.

Erster Einkauf

Am Nachmittag ging es noch schnell zu Pjatjorotschka, um ein paar Lebensmittel zu kaufen. Wasser, Bier, Kefir, Milch, Brot, Wurst, Käse und ein paar tschuwaschische Pralinen. Aus Neugier holte ich mir als Abendessen noch ein „Business Menü“. Man kennt diese Instantgerichte vor allem als Proviant bei Reisen mit russischen Nachtzügen, Nudelsuppe oder Kartoffelbrei mit Huhn oder Rind. Dank des dort stets vorhandenen Samowars lassen sie sich da einfach zubereiten. Hier war es Rindfleisch mit Nudeln und es kamen neben einer Glibbermasse sogar ein paar mikroskopische Filetstücke aus dem Alubeutel. Dazu abchasischer Rotwein „Cabernet Suchumskoje“. Geschmeckt hat es gar nicht so furchtbar wie es aussieht, doch noch am nächsten Morgen hat die Küche nach Glutamat gerochen. Sonntagabend gab es dann etwas Anständiges.