„Jetzt bist du Moskauer.“

Ich fuhr am Freitag früh mit der Metro nach Ismajlowo zur Schlüsselübergabe. Die erste Miete und den Rest der Provision sollte ich in bar mitbringen. Igor kam auch dazu. Als ich bei der Sberbank dann das Geld abheben wollte, machte sich erstmal Panik breit: maximaler Auszahlungsbetrag für Fremdkunden 7.500 Rubel. Na toll, damit kam ich nicht weit. Ich rief Igor an, der konnte auch noch etwas beisteuern. Bei der Fora-Bank bekam ich gar nichts, weil mein Verfügungsrahmen angeblich überschritten war. Wir versuchten es noch vergeblich bei einer anderen Sberbank-Filiale, dann war es auch schon Zeit. Für die Provision hatten wir immerhin genug zusammen.

Ksenija erwartete uns in der Nachbarwohnung, die ihnen offenbar auch gehörte. Mit einem Schoßhund auf dem Arm öffnete sie die Tür. Alexander füllte den Mietvertrag aus. Dass ich die Miete nicht dabei hatte, war überhaupt kein Problem. Nur fuhr Ksenija bald in die Türkei, weshalb sie mir die Nummer einer Freundin gab. Ihr sollte ich das Geld bis nächsten Mittwoch übergeben. Alles völlig unkompliziert. In einer halben Stunde waren wir fertig. Ich hielt den Schlüssel in der Hand, Ksenija gab mir den Code für die Haustür. „Jetzt bist du Moskauer“, sagte Igor im Aufzug.

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