Nochmal um den Block

Am Mittwoch war abends traumhaftes Wetter, weshalb ich nach der Arbeit noch einmal planlos mit der Kamera loszog. Zunächst machte ich ein paar Busfotos an der Haltestelle vor der Haustür, ATS (Awtomatitscheskaja telefonnaja stanzia). Zu sehen gab es einen SVARZ-Trolleybus, einen LIAZ-Gelenkbus und eine Iveco-Marschrutka. Weiter die 26 Bakinskich Kommissarow hinauf, an der Kreuzung mit dem Leninskij Prospekt, waren mehrere architektonische Highlights zu entdecken. Noch aus Sowjetzeiten stammt das Gebäude, in dem sich die Raiffeisenbank befindet. Auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung steht eine beeindruckende Wohnanlage, die auf den ersten Blick nach Brutalismus aussieht. Schaut man jedoch genau hin, entpuppt sich die Fassade als gekachelt. Der Bau dürfte recht jung sein und gefiel mir mit seiner Anlehnung an den Brutalismus der 1970er-Jahre ausgesprochen gut. Zurück ging es dann ein Stück durch den Troparewo-Beresowaja-Roschtscha-Park.

Kurz vor meinem Haus entdeckte ich noch einen mir bislang unbekannten Awoska-Supermarkt. Da ich ohnehin einkaufen wollte, ging ich gleich hinein. Beim Betrachten der obskuren Biersorten fragten mich zwei Damen, ob ich mich auskenne. Sie waren auf der Suche nach gutem deutschem oder tschechischem Bier. Ich denke, mit Spaten und Kozel waren sie ganz gut bedient. Selber erfreute ich mich an deutschen Bieren wie „Schlitz Premium Helles“, was wohl nur für den Exportmarkt produziert wird. Ebenfalls amüsant waren die Schnitzel „Minister Art“, wobei es sich um völlig banale panierte Schnitzel gehandelt hat.

Zuletzt machte ich noch ein Foto von meinem Haus, solange ich noch hier wohnte. Am Donnerstag sollte es dann auf Wohnungssuche gehen.

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